Jun 27

Sorgerecht für unverheiratete VäterJedes Kind sollte das Recht seinen/ ihren Vater sehen zu dürfen und jeder Vater sollte das Recht haben sich um sein Kind kümmern zu können. Zu jeder guten Erziehung gehören beide Elternteile, auch wenn diese nicht mehr zusammen in einem Haushalt leben. Seit dem 19. Mai 2013 ist nun eine neue Sorgerechtsreform in Kraft getreten. Dieses beinhaltet das auch nicht verheiratete Väter das volle Sorgerecht des Kindes erhalten. Ausgenommen natürlich, wenn dem Vater vorherige Gewalt nachzuweisen ist beziehungsweise er eine Gefahr für das Kind darstellt.

Mehr Rechte für unverheiratete Väter

Nach dem neuen Gesetz darf das Sorgerecht ohne das Einverständnis der Mutter beantragt werden. Sollte diese nach schriftlicher Anfrage binnen 6 Wochen keine Auskunft erteilen, wäre die nächste Instanz des Kindesvaters sich an das örtliche Jugendamt zu wenden oder bei dem Familiengericht eine Einigung zu erlagen. In den meisten Fällen wird dann für ein gemeinsames Sorgerecht entschieden.
Aber auch wenn diese Regelung eine Verbesserung in der Erziehung darstellt, ist es von einer Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen noch weit entfernt. Da noch immer die neue Gesetzeslage gegen den Artikel 3 des Grundgesetzes verstößt, was besagt das alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind. Desweiteren wird noch immer gegen Artikel 6 des Grundgesetzes verstoßen, worin steht dass die Erziehung des Kindes ein natürliches Recht von Mutter und Vater sei und uneheliche Kinder den ehelichen Kindern gleichgestellt wären. In den europäischen Ländern sind diese Regelungen längst gegeben, was in Deutschland für nicht verheiratete Elternteile noch nicht ermöglicht wurde. Auch wenn alleinerziehende Mütter in dieser Hinsicht immer noch automatisch mehr Rechte haben, ist diese neue Regelung ein wichtiger Schritt für die gemeinsame Erziehung der Kinder.

Foto: © solovyova – Fotolia.com


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